EU-Arbeitsplan für Kultur 2015-2018

Symbolfoto zum europäischen Kultursektor © Europäische Kommission
© Europäische Kommission

Der EU-Kulturministerrat verabschiedete am 25. November 2014 den EU-Arbeitsplan für die Jahre 2015 bis 2018 . Zu den folgenden vier Prioritäten werden EU-Expertengruppen, Seminare, Konferenzen und Studien durchgeführt:

  • Zugang zu Kultur für alle
  • Kulturerbe
  • Kreativwirtschaft und Innovation
  • Kulturelle Vielfalt, Mobilität von Kulturschaffenden und Kultur in den EU-Außenbeziehungen

Im November 2015 wurde der Arbeitsplan um das Thema Integration von Flüchtlingen ergänzt. Daraufhin wurde eine EU-Expertengruppe eingesetzt und eine Sonderausschreibung im EU-Programm Creative Europe durchgeführt.

Weiteres wichtiges Thema ist die Kulturstatistik mit dem Ziel europaweit vergleichbare Daten zu haben und diese mit Hilfe von Satellitenkontos weiterzuentwickeln. Die Arbeit wird von Eurostat koordiniert, die im Sommer 2016 auch die Publikation "Cultural Statistics" veröffentlicht hat.

 

Aktuelle EU-Expertengruppen:

  • Kultur und soziale Inklusion (Ö: Barbara Stüwe-Eßl, IG Freie Theater)
  • Kulturerbeberufe im Wandel (Ö: Renate Breuß, Werkraum Bregenzerwald)
  • Kulturtourismus (Ö: Helga Bauer) 
  • Innovation und Unternehmergeist des Kultur- und Kreativsektors (Ö: Sylvia Amann, inforelais, und Doris Fröhlich, Austria Wirtschaftsservice)

 

Berichte von abgeschlossenen EU-Expertengruppen:

 

Dialog mit dem Kultursektor

Europäisches Kulturforum 2016 © Europäische Kommission
Europäisches Kulturforum 2016 © Europäische Kommission

Das Bundeskanzleramt veranstaltet seit 2011 Workshops, um aktuelle kulturpolitische EU-Themen und insbesondere die Arbeit der EU-Expertengruppen vorzustellen und mit österreichischen Stakeholdern zu diskutieren. Der nächste Workshop zum Thema Kultur und Integration von Menschen auf der Flucht fand am 26. Jänner 2017 statt.

Alle zwei Jahre lädt die Europäische Kommission zum Europäischen Kulturforum ein, das nächste ist für Dezember 2017 in Planung. Hier kommen rund 1.000 Vertreterinnen von Kulturverwaltung, Kultureinrichtungen und der Zivilgesellschaft aus ganz Europa zusammen, um sich über aktuelle EU-Initiativen und Herausforderungen auszutauschen.

Die Europäische Kommission startete 2015  auch die Dialogreihe "Voices of Culture" mit der Zivilgesellschaft. Durchgeführt wird sie von einem Konsortium vom Goethe Institut, Flagey Kulturzentrum und Elia. Die Themen werden analog zu den OKM-Expertengruppen gewählt. Vor jedem Workshop findet eine Ausschreibung für interessierte Dachverbände und Kultureinrichtungen statt.