Europäische Kulturhauptstadt

© European Commission, Shutterstock
© Aarhus & Paphos 2017

1985 auf Initiative der griechischen Kulturministerin Melina Mercouri ins Leben gerufen, blicken die Kulturhauptstädte auf eine 30-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Der Titel wurde bisher an über 50 Städte in ganz Europa verliehen. Ziel der Initiative ist es, die kulturelle Vielfalt Europas aufzuzeigen, die lebendige Kulturszene der Städte ins (europäische) Rampenlicht zu rücken und Impulse für deren langfristige Entwicklung auszulösen.

Die Europäischen Kulturhauptstädte 2017 sind Aarhus in Dänemark und Paphos in Zypern. 

 

Europäische Kulturhauptstadt 2024 in Österreich

Oliver Scheytt, © BKA /Christopher Dunker
© BKA /Christopher Dunker

Die Kulturhauptstädte Graz 2003 und Linz 2009 waren überaus erfolgreich und gaben wichtige Impulse für die Stadt- und Regionalentwicklung.

Österreich ist 2024 wieder an der Reihe. Die Vorbereitungen sind bereits angelaufen; am 29. September 2016 hat das Bundeskanzleramt gemeinsam mit dem Städtebund den Workshop "Kultur bringt's! Die Europäische Kulturhauptstadt als Chance für nachhaltige Stadtentwicklung" für Vertreterinnen und Vertreter von interessierten Städten im Haus der Europäischen Union in Wien organisiert. Oliver Scheytt, 2006-2012 Geschäftsführer der Kulturhauptstadt Essen und aktuell Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft in Deutschland, hielt einen äußerst spannenden Vortrag über die Chancen und Herausforderungen, welche die Europäische Kulturhauptstadt stellt. In der Diskussion mit dem hochkarätig besetzten Podium konnten viele wichtige Aspekte vertieft werden.

Das Bundeskanzleramt wird voraussichtlich im Sommer 2017 eine Ausschreibung veröffentlichen. Wir freuen uns auf einen spannenden Wettbewerb der österreichischen Städte!

Publikum, © BKA / Christopher Dunker
© BKA / Christopher Dunker

Zeitplan:

  • 2017: Ausschreibung des Bundeskanzleramts
  • 2018: Einreichfrist und Vorauswahl
  • 2019: Auswahl und Ernennung
  • 2020-2023: Monitoring der Vorbereitungen
  • 2024: Kulturhauptstadt Jahr in Österreich

 

Unterlagen:

Kontakt: Bundeskanzleramt, Mag. Kathrin Kneissel, Tel. +43153115-203690, kathrin.kneissel@bka.gv.at 

 

Kriterien und Prozedere

Ausstellung Mile of Peace © San Sebastian 2016
© San Sebastian 2016

Ziele, Kriterien, Auswahl und Reihenfolge der Länder sind im Beschluss 1622/2006/EG (Städte 2007 bis 2019) und Beschluss 445/2014/EU (Städte 2020 bis 2033) geregelt.

Jährlich teilen sich zwei Städte aus den EU-Mitgliedstaaten den Titel. Ab 2021 können sich alle drei Jahre auch EU-Beitrittskandidaten bewerben. Derzeit in Diskussion ist eine Beteiligung von EFTA/EWR-Ländern ab 2024.

Das  zweistufige Auswahlverfahren beginnt mit der Ausschreibung im jeweiligen Land sechs Jahre vor dem Veranstaltungsjahr. Die Auswahl trifft eine EU-Jury, unterstützt von zwei nationalen ExpertInnen. 

Die sechs Auswahlkriterien sind:

  1. Beitrag zur Langzeitstrategie
  2. Europäische Dimension
  3. Kulturprogramm
  4. Umsetzungsfähigkeit (Infrastruktur, Finanzierung etc.)
  5. Einbindung und Partizipation von Bürgerinnen, Zivilgesellschaft und Publikum
  6. Management

Die EU-Förderung aus dem Programm Creative Europe beträgt 1,5 Millionen Euro pro Stadt. Die Kulturhauptstädte werden somit überwiegend national finanziert.

 

Künftige Kulturhauptstädte

2017: Aarhus (Dänemark) und Paphos (Zypern)

2018: Valletta (Malta) und Leeuwarden (Niederlande)

2019: Matera (Italien) und Plowdiw (Bulgarien)

2020: Rijeka (Kroatien) und Galway (Irland)

2021: Temeswar (Rumänien), Elefsina (Griechenland) und Novi Sad (Serbien)

2022: Litauen, Luxemburg

2023: Ungarn, Großbritannien

2024: Österreich, Estland und EU-Beitrittskandidat