Europäische Kulturhauptstadt

Werbefoto © Aarhus 2017

1985 auf Initiative der griechischen Kulturministerin Melina Mercouri ins Leben gerufen, blicken die Kulturhauptstädte auf eine beispiellose Erfolgsgeschichte zurück. Der Titel wurde bisher an über 50 Städte quer durch Europa verliehen. Ziel ist es, die kulturelle Vielfalt aufzuzeigen, die Kulturszene der ausgewählten Städte ins Rampenlicht zu rücken und Impulse für deren langfristige Entwicklung auszulösen.

Die Europäischen Kulturhauptstädte 2017 sind Aarhus in Dänemark und Paphos in Zypern!

 

Europäische Kulturhauptstadt 2024 in Österreich

Landkarte Österreich

Die Kulturhauptstädte Graz 2003 und Linz 2009 waren überaus erfolgreich und gaben wichtige Impulse für die Stadt- und Regionalentwicklung. Österreich ist 2024 wieder an der Reihe und wird sich gemeinsam mit Estland und einem EU-Beitrittsland bzw. EFTA/EWR-Land den Titel teilen.

Das Bundeskanzleramt veröffentlichte am 9. Juni 2017 die Ausschreibung, die bis 31. Dezember 2018 laufen wird. Nach der ersten Jurysitzung im Februar 2019 wird eine short-list veröffentlicht. Die in engere Auswahl gekommenen Städte müssen dann ihre Konzepte konkretisieren und Anfang Dezember 2019 der EU-Jury präsentieren. Die Entscheidung, welche Stadt das Rennen macht, wird somit im Dezember 2019 feststehen!

Um die Bewerberstädte bei ihrer Vorbereitung zu unterstützen, wird vom Bundeskanzleramt eine Veranstaltungsreihe angeboten. Der Auftakt war am 29. September 2016 mit der Veranstaltung "Kultur bringt's! Die Europäische Kulturhauptstadt als Chance für nachhaltige Stadtentwicklung". Anlässlich der Veröffentlichung der Ausschreibung fand eine öffentliche Konferenz am 9. Juni 2017 im Haus der Europäischen Union in Wien statt. Weiters werden die Auswahlkriterien in einer Workshopreihe mit Impulsvorträgen und Tipps von Expertinnen aufgearbeitet.

 

Kriterien und Auswahl

Werbefoto © Paphos 2017

Ziele, Kriterien, Auswahlprozess und Reihenfolge der Länder sind im EU-Beschluss 445/2014/EU festgelegt.

Jährlich teilen sich zwei Städte aus den EU-Mitgliedstaaten den Titel. Alle drei Jahre können sich auch EU-Beitrittskandidaten und EFTA/EWR-Länder bewerben. Die EU-Förderung aus dem Programm Creative Europe beträgt 1,5 Millionen Euro pro Stadt.

Das  zweistufige Auswahlverfahren beginnt mit der Ausschreibung im jeweiligen Land sechs Jahre vor dem Veranstaltungsjahr. Die Auswahl trifft eine EU-Jury, unterstützt von zwei nationalen ExpertInnen. 

Die sechs Auswahlkriterien sind:

  1. Langzeitstrategie
  2. Europäische Dimension
  3. Kulturprogramm
  4. Umsetzungsfähigkeit (Infrastruktur, Finanzierung etc.)
  5. Einbindung und Partizipation von BürgerInnen
  6. Management

 

Künftige Kulturhauptstädte

2018: Valletta (Malta) und Leeuwarden (Niederlande)

2019: Matera (Italien) und Plowdiw (Bulgarien)

2020: Rijeka (Kroatien) und Galway (Irland)

2021: Temeswar (Rumänien), Elefsina (Griechenland) und Novi Sad (Serbien)

2022: Kaunas (Litauen), Esch (Luxemburg)

2023: Ungarn, Großbritannien (ausgeschieden wegen Brexit)

2024: Österreich, Estland und EU-Beitrittskandidat