EU-Arbeitsplan für Kultur

Flaggen der EU-Mitgliedstaaten © Europäische Union
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Der EU-Kulturministerrat beschließt seit 2002 mehrjährige Arbeitspläne mit kulturpolitischen Prioritäten für die Zusammenarbeit auf EU-Ebene. Darin werden konkrete Maßnahmen der Ratsvorsitze, der Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission verankert, wie EU-Expert:innengruppen, Studien und Veranstaltungen.

Der aktuelle EU-Arbeitsplan für Kultur 2023-2026 fokussiert auf vier Prioritäten mit rund zwanzig Themen:

  1. Stärkung von Kulturakteur:innen: Status und Arbeitsbedingungen von Künstler:innen, künstlerische Freiheit, digitaler Wandel, ökologischer Wandel;
  2. Kultur und Gesellschaft: Demokratie und Beteiligung, Rolle von Bibliotheken, Kultur und Gesundheit, kulturelle Vielfalt im digitalen Umfeld;
  3. Kultur und Nachhaltigkeit: Baukultur, Schutz des Kulturerbes in Hinblick auf Katastrophen und Klimawandel, Bekämpfung des illegalen Kulturgüterhandels;
  4. Kultur in den EU-Außenbeziehungen: Steuerung der EU-Strategie für internationale Kulturbeziehungen, Unterstützung der Ukraine, Kultur und Menschenrechte

Die Europäische Kommission führt aktuell eine Evaluierung durch. Im zweiten Halbjahr 2026 soll der nächste EU-Arbeitsplan für Kultur unter dem irischen Ratsvorsitz verhandelt werden.

 

EU-Expert:innengruppen

Bericht "Stormy times Nature and humans : cultural courage for change"
Bericht "Stormy times Nature and humans : cultural courage for change"

Seit 2008 werden im Rahmen des EU-Arbeitsplans für Kultur thematische Expert:innengruppen eingesetzt, die sich über Good Practice austauschen und gemeinsame Empfehlungen ausarbeiten. Die österreichischen Vertreter:innen werden vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport entsandt.

Folgende Berichte werden demnächst veröffentlicht:

  • Internationale Kulturbeziehungen der EU (Ö: Regina Rusz, BMEIA; Heidemarie Meissnitzer, StV Brüssel)
  • Bibliotheken als Dritte Orte (Ö: Markus Feigl, Büchereiverband Österreichs)

Veröffentlichte Expert:innenberichte:

Dialog mit dem Kultursektor

Logo der Veranstaltungsreihe "Kultur Politik International"
© Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport

Die Europäische Kommission veröffentlichte im November 2025 ihre neue Kulturstrategie unter dem Namen "A Culture Compass for Europe". Die bisherige Dialogreihe "Voices of Culture" (2016-2023) mit Vertreter:innen aus dem Kultursektor soll fortgesetzt werden. Details werden demnächst bekanntgegeben.

Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport informiert über aktuelle EU-Themen im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kultur Politik International sowie in Kooperationsveranstaltungen mit Kultureinrichtungen (Veranstaltungsarchiv).