Europäische Kulturhauptstadt

Konzert in der Kulturhauptstadt Rijeka 2020 © Rijeka 2020

1985 auf Initiative der griechischen Kulturministerin Melina Mercouri ins Leben gerufen, blicken die Kulturhauptstädte auf eine beispiellose Erfolgsgeschichte zurück. Der Titel wurde bisher an rund 60 Städte quer durch Europa verliehen. Ziel ist es, die kulturelle Vielfalt aufzuzeigen, die Kulturszene der ausgewählten Städte ins Rampenlicht zu rücken und Impulse für deren langfristige Entwicklung auszulösen.

Die Europäischen Kulturhauptstädte 2019 sind Rijeka (Kroatien) und Galway (Irland).

Bad Ischl ist Europäische Kulturhauptstadt 2024

Landkarte Österreich

Die Kulturhauptstädte Graz 2003 und Linz 2009 waren überaus erfolgreich und gaben wichtige Impulse für die Stadt- und Regionalentwicklung. Bad Ischl 2024 wird sich gemeinsam mit Tartu (Estland) und Bodø (Norwegen) den Titel teilen!

Im Rahmen der Ausschreibung des Bundeskanzleramtes bis 31. Dezember 2018 haben sich Bad Ischl, Dornbirn und St. Pölten beworben.

Bei der ersten Jurysitzung vom 29.-31. Jänner 2019 qualifizierten sich alle drei Städte für die zweite Bewerbungsrunde (zur Presseaussendung). Der Jurybericht gab den Bewerberstädten ein Feedback und Anregungen, wie sie ihre Konzepte vertiefen und verbessern können.

Die finale Jurysitzung fand vom 10.-11. November 2019 statt. In einer Pressekonferenz am 12. November 2019 wurde die Empfehlung der Jury für Bad Ischl bekanntgegeben (zur Presseaussendung). Der Jurybericht enthält die Evaluierung aller drei Bewerberstädte.

 

Kriterien und Auswahl

Ziele, Kriterien, Auswahlprozess und Länderreihenfolge sind im EU-Beschluss 445/2014/EU festgelegt.

Jährlich teilen sich zwei Städte aus den EU-Mitgliedstaaten den Titel. Alle drei Jahre können sich auch EU-Beitrittskandidaten sowie EFTA/EWR-Länder bewerben.

Die EU-Förderung aus dem Programm Creative Europe beträgt 1,5 Millionen Euro pro Stadt.

Das  zweistufige Auswahlverfahren beginnt mit der Ausschreibung im jeweiligen Land sechs Jahre vor dem Veranstaltungsjahr. Die Auswahl trifft eine EU-Jury, unterstützt von zwei nationalen ExpertInnen. 

Die sechs Auswahlkriterien sind:

  1. Langzeitstrategie
  2. Europäische Dimension
  3. Kulturprogramm
  4. Umsetzungsfähigkeit (Infrastruktur, Finanzierung etc.)
  5. Einbindung und Partizipation von BürgerInnen
  6. Management