Europäische Kulturhauptstadt

Werbefoto © Europäische Kommission

1985 auf Initiative der griechischen Kulturministerin Melina Mercouri ins Leben gerufen, blicken die Kulturhauptstädte auf eine beispiellose Erfolgsgeschichte zurück. Der Titel wurde bisher an rund 60 Städte quer durch Europa verliehen. Ziel ist es, die kulturelle Vielfalt aufzuzeigen, die Kulturszene der ausgewählten Städte ins Rampenlicht zu rücken und Impulse für deren langfristige Entwicklung auszulösen.

Die Europäischen Kulturhauptstädte 2019 sind Matera (Italien) und Plowdiw (Bulgarien)!

Europäische Kulturhauptstadt 2024 in Österreich

Landkarte Österreich

Die Kulturhauptstädte Graz 2003 und Linz 2009 waren überaus erfolgreich und gaben wichtige Impulse für die Stadt- und Regionalentwicklung. Österreich ist 2024 wieder an der Reihe und wird sich gemeinsam mit Estland und einem EU-Beitrittsland bzw. EFTA/EWR-Land den Titel teilen.

Die Frist für die Bewerbung um den Titel in Österreich lief von Juni 2017 bis Ende 2018. Beworben haben sich die drei Städte Bad Ischl, Dornbirn und St. Pölten, die sich alle für die zweite Bewerbungsrunde qualifiziert haben (zur Presseaussendung).

Die Jury hat einen Bericht verfasst. Er beinhaltet eine Beurteilung und Anregungen, wie die Städte ihre Konzepte vertiefen und verbessern können:

Die drei Städte präsentieren ihre finalen Konzepte der Jury im November 2019. Die Entscheidung, welche Stadt das Rennen macht, wird in einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt am 12. November 2019 bekanntgegeben. 

 

Kriterien und Auswahl

Ziele, Kriterien, Auswahlprozess und Länderreihenfolge sind im EU-Beschluss 445/2014/EU festgelegt.

Jährlich teilen sich zwei Städte aus den EU-Mitgliedstaaten den Titel. Alle drei Jahre können sich auch EU-Beitrittskandidaten sowie EFTA/EWR-Länder bewerben.

Die EU-Förderung aus dem Programm Creative Europe beträgt 1,5 Millionen Euro pro Stadt.

Das  zweistufige Auswahlverfahren beginnt mit der Ausschreibung im jeweiligen Land sechs Jahre vor dem Veranstaltungsjahr. Die Auswahl trifft eine EU-Jury, unterstützt von zwei nationalen ExpertInnen. 

Die sechs Auswahlkriterien sind:

  1. Langzeitstrategie
  2. Europäische Dimension
  3. Kulturprogramm
  4. Umsetzungsfähigkeit (Infrastruktur, Finanzierung etc.)
  5. Einbindung und Partizipation von BürgerInnen
  6. Management

 

Künftige Kulturhauptstädte

2019: Matera (Italien) und Plowdiw (Bulgarien)

2020: Rijeka (Kroatien) und Galway (Irland)

2021: Temeswar (Rumänien), Elefsina (Griechenland) und Novi Sad (Serbien)

2022: Kaunas (Litauen), Esch (Luxemburg)

2023: Veszprém (Ungarn) 

2024: Österreich, Tartu (Estland) und EU-Beitrittskandidat