ARCH-E | The European Platform for Architectural Design Competitions
- Architects Council of Europe (BE)
- Hrvatska komora arhitekata (HR)
- Chamber of Architecture and Spatial Planning of Slovenia (SI)
- Cyprus Architects Association (CY)
- Bundesarchitektenkammer e.V. (DE)
- Technische Universiteit Eindhoven (NL)
- Universitat Politecnica de Valencia (ES)
- SEPA Engineering GmbH (AT)
- Chamber of Hungarian Architects (HU)
Obwohl alle nationalen Systeme für Architekturwettbewerbe der EU-Richtlinie 2014/24/EU über die Vergabe öffentlicher Aufträge entsprechen, gibt es erhebliche Unterschiede. Diese Fragmentierung des Rechtsrahmens für Wettbewerbe stellt eine Herausforderung für Architekt:innen, insbesondere im grenzüberschreitenden Kontext, dar. ARCH-E zielt darauf ab, eine zugänglichere Wettbewerbslandschaft zu schaffen, die die Kernprinzipien des New European Bauhaus, der Erklärung von Davos und der Baukultur, wie sie von ACE definiert wurden, berücksichtigt.
Um die europäische Wettbewerbslandschaft zu erfassen, war eine Zusammenarbeit zwischen Architekt:innenkammern und Universitäten erforderlich. Auf Basis dieses Überblicks konnten spezifische Forschungsfragen formuliert und später Empfehlungen an politische Entscheidungsträger:innen ausgesprochen werden. Da die Expert:innen für diese länderspezifischen Vorschriften vor der Gründung von ARCH-E keine Plattform zum Austausch ihres Wissens hatten, konnte mit ARCH-E eine erhebliche Lücke geschlossen werden. Der Vergleich verschiedener Ansätze auf einer Vielzahl von Ebenen führte zu fruchtbaren Ergebnissen, sei es in Form von verschiedenen Online-Tools für Architekt:innen (siehe links unten) oder in Form von Empfehlungen für Beschaffer:innen und politische Entscheidungsträger:innen in ganz Europa.
Der europäische Markt ist von sehr kleinen Architekturbüros geprägt – 81 % sind Ein- oder Zwei-Personen-Büros. 97 % der Architekturbüros haben nicht mehr als 10 Mitarbeiter:innen. Diese KMUs sind durch den rechtlichen Rahmen für Wettbewerbe benachteiligt. Beispielsweise stellen Umsatzschwellen als Voraussetzung für die Teilnahme für viele dieser Architekt:innen unüberwindbare Hürden dar. Dadurch geht innovatives und wirtschaftliches Potenzial verloren. Da Frauen überproportional häufig in kleinen Büros arbeiten, ist dies auch eine Frage der Gleichstellung. Wettbewerbe waren früher ein wichtiges Sprungbrett für junge Architekt:innen. Würden sie grenzüberschreitend zugänglicher gemacht, hätten junge und innovative Architekt:innen wieder eine Chance, in den Markt einzusteigen.