Culture And Health Platform

Koordinator: Culture Action Europe (BE)
Mitorganisatoren:
  • ARTS for HEALTH AUSTRIA (AT)
  • und mehr als 15 Partnerorganisationen
Förderbereich : Kultur - Europäische Plattformen
Sparte: Interdisziplinär
Laufzeit: 01.11.2024 - 31.10.2028
EU-Zuschuss: € 2.8 Millionen
© Ingo Schrader

 

Die CultureAndHealth Platform, die Ende 2024 ins Leben gerufen wurde, markiert einen Meilenstein in der EU-Politik: Sie positioniert Kultur nicht als ergänzendes Element, sondern als strukturelle Säule der öffentlichen Gesundheit und sozialen Versorgung. Koordiniert von Culture Action Europe und kofinanziert durch das EU-Programm Creative Europe, vereint diese vierjährige Initiative 16 Partnerorganisationen, um die Rolle von Künstlerinnen und Künstlern in den Bereichen psychische Gesundheit, Pflege und gemeinschaftliches Wohlbefinden neu zu denken.

In einer Zeit, in der über 85 Millionen Europäerinnen und Europäer mit psychischen Belastungen konfrontiert sind, reagiert die Plattform mit einem beispiellosen Förderprogramm: Mehr als 170 aufstrebende Kulturschaffende erhalten Stipendien und internationale Mobilitätsmöglichkeiten, um an der Schnittstelle von Kultur, Gesundheit, Bildung und Sozialwesen zu arbeiten.

© Ingo Schrader

 

 

Doch über die Unterstützung Einzelner hinaus legt die Plattform den Grundstein für eine langfristige kulturelle Infrastruktur in der Gesundheitspolitik. Sie bietet mehr als 60 Schulungs- und Peer-Learning-Sitzungen an, veranstaltet vier große internationale Konferenzen (in Finnland, Österreich, Rumänien und Belgien) und unterhält einen europäischen Wissensknotenpunkt, um Nachhaltigkeit und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu gewährleisten.

ARTS for HEALTH AUSTRIA ist die Partnerorganisation in Österreich, die jedes Jahr eine nationale Ausschreibung durchführt, Seminare veranstaltet und 2026 die mehrtägige internationale Konferenz, das Culture and Health Forum, veranstaltet.

© Ingo Schrader

 

Indem sie langjährige Lücken gezielt anspricht – etwa das Fehlen kultureller Akteurinnen und Akteure in Gesundheitsstrategien oder die prekäre Lage von Kulturschaffenden, die im sozialen Kontext tätig sind –, setzt die Plattform einen neuen Maßstab für integrierte Politikgestaltung. Sie stellt traditionelle Silostrukturen infrage, fördert interdisziplinäre Allianzen und zielt darauf ab, Kultur und kunstbasierte Ansätze direkt in die Gesundheitssysteme einzubetten, unter anderem durch Modelle wie Social Prescribing (Kultur auf Rezept).

Die CultureAndHealth Platform ist mehr als ein Projekt – sie ist ein struktureller Wandel, ein mutiges politisches Statement, das die Rolle der Kultur nicht nur als Bereicherung des Lebens bekräftigt, sondern auch als Kraft zur Heilung, Unterstützung und zum Erhalt von Gesellschaften.

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