Deconfining arts, culture and policies in Europe and Africa
- Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 (AT)
- OTELO EGEN (AT)
- PRO PROGRESSIONE (HU)
- BODO2024 IKS (NO)
- NACIONALINIS KAUNO DRAMOS TEATRAS (LT)
- HRVATSKO NARODNO KAZALISTE IVANA PLZAJCA RIJEKA (HR)
- ART TRANSPARENT (PL)
- NARODNI INSTITUT PRO KULTURU (CZ)
- ON THE MOVE (BE)
- GOETHE-INSTITUT (DE)
- INSTITUT ZA TRANSMEDIJSKI DIZAJN - ZAVOD ZA UMETNISKO USTVARJANJE (SI)
- STE CULTURE FUNDING WATCH (TN)
DECONFINING ist ein Kooperationsprojekt mit zwölf Partner*inneninstitutionen aus Europa und Afrika sowie zahlreichen assoziierten Organisationen, die gemeinsam daran arbeiten, neue, gleichberechtigte Formen der kulturellen Zusammenarbeit zwischen beiden Kontinenten zu entwickeln.
Ziel des Projekts ist es, koloniale Denkmuster und strukturelle Barrieren in der internationalen Kulturarbeit zu überwinden und langfristige, faire Modelle partnerschaftlicher Zusammenarbeit zu erproben. Im Mittelpunkt stehen Co-Kreation, kulturelle Teilhabe, Mobilität von Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen sowie der Dialog zwischen Kultur, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Gleichzeitig entwickelt das Projekt Empfehlungen für eine zukunftsorientierte internationale Kulturpolitik und stärkt den Austausch zwischen ehemaligen, aktuellen und zukünftigen Kulturhauptstadtregionen sowie afrikanischen Kulturinstitutionen.
Kern des österreichischen Projektbeitrags waren drei aufeinander aufbauende internationale Residenzen. In der Writers Residency entwickelten Sidiki Yougbaré (Burkina Faso) und Thiemo Strutzenberger (Österreich) Texte zu Erinnerung, Geschichte und Verständigung. Darauf aufbauend entstanden im Rahmen der Fine Arts Residency Werke von Ava Binta Giallo und Thierry Oussou, die im Salzkammergut präsentiert wurden. Den Abschluss bildete die Theater Residency, bei der ein Ensemble aus Europa und Afrika ein gemeinsames Theaterstück entwickelte und dieses beim Europäischen Theaterfestival in Bad Ischl uraufführte. Parallel dazu entstand ein starkes Netzwerk aus Kulturorganisationen, politischen Akteur*innen, Medienpartner*innen und lokalen Communities. Ausstellungen, Performances, Publikationen und Radiobeiträge sorgten dafür, dass die Projektergebnisse regional wie international sichtbar wurden. Eine besondere Rolle übernahmen dabei die Freien Radios der Region: Gemeinsam mit Radio B138 wurden Formate entwickelt, die Musik und öffentliche Diskussionen über postkoloniale Perspektiven im Salzkammergut verbinden. Eine Radiobrücke soll den transkontinentalen Austausch zwischen Europa und Afrika nachhaltig fortführen.
DECONFINING zeigt, wie transkontinentale Zusammenarbeit durch gemeinsames künstlerisches Schaffen nachhaltige Beziehungen entstehen lässt. Das Projekt schafft nicht nur neue Kunstwerke und Begegnungen, sondern liefert Impulse für eine zukunftsorientierte internationale Kulturpolitik und stärkt den interkulturellen Dialog weit über die Projektlaufzeit hinaus.