queerPassion
rethinking classical music performing Bach diverse
- Originalklang e.V. (DE)
- VZW Majestic (BE)
ĀRT HOUSE 17, Originalklang e.V. und das Antwerp Queer Arts Festival haben im Projekt queerPassion professionelle Künstler:innen und queere Community-Chöre aus Österreich, Deutschland und Belgien vereint. Gemeinsam interpretierten sie Bachs Johannespassion mit einem neuen Libretto von Thomas Höft als starkes künstlerisches Statement für Vielfalt und Inklusion.
Dem Mangel an queerer Sichtbarkeit in der klassischen Musik wurde dabei durch Teilhabe und die Vermittlung europäischer Werte begegnet. Das neue Libretto beleuchtet Geschichten von Verfolgung und Widerstand queerer Menschen über Jahrhunderte und verbindet historische Schicksale mit heutigen Erfahrungen. Dabei greift das Projekt zentrale Prioritäten von Creative Europe auf: kulturelle Vielfalt, Gemeinschaftsbeteiligung, Kapazitätsaufbau, Gleichstellung und Nachhaltigkeit.
Über 180 Amateur- und Profimusiker:innen wirkten in Workshops, Proben und drei großen Aufführungen im Wiener Konzerthaus, Bachfest Leipzig und der Oper Antwerpen mit. Offene Proben, Podiumsdiskussionen, Lesungen, Medien- und Plakatkampagnen sowie die Einbindung in Formate wie Vienna Pride erhöhten Reichweite und erzeugten Publikumsbeteiligung. Digitale Dokumentation und Projektwebsite sichern Transparenz und langfristige Nutzung der Ergebnisse über das Projektende hinaus.
Als Kooperation zwischen drei EU-Mitgliedstaaten verkörpert queerPassion die Vielfalt europäischer Werte und initiierte nachhaltige Netzwerke im Kultursektor. Zugleich stärkte es das Bewusstsein für ökologische Verantwortung im Sinne des Europäischen Green Deal.
Mit über 1.800 Besucher:innen und rund 1,4 Millionen über Medien und Online Kanäle erreichten Menschen zeigt queerPassion, wie klassische Musik gesellschaftliche Themen aufgreifen kann, ohne künstlerische Integrität einzubüßen. Das Projekt steht als europäisches Best-Practice-Modell für Diversität, Inklusion und künstlerische Innovation, das europäisches Kulturerbe in ein aktuelles Plädoyer für Menschenwürde verwandelt.