Europäische Kooperationsprojekte

Das Programm Creative Europe fördert die die kulturelle und sprachliche Vielfalt, um die kulturelle und sprachliche Erbe Europas zu bewahren, zu entwickeln und zu fördern.

Die Förderschiene „Europäische Kooperationsprojekte“ unterstützt die europaweite Zusammenarbeit von im Kulturbereich tätigen Organisationen in Form von grenzüberschreitenden Projekten. Die Projekte können sich auf eine Kunst- und Kultursparte beziehen oder interdisziplinär sein.

Der Antragsteller (Projektträger) und alle Partner leisten Beiträge zur Konzeption, Umsetzung und zur Finanzierung. Projekte sollen den Zielen und Prioritäten der Ausschreibung entsprechen, aktuelle Themen und Herausforderungen definieren und ansprechen und einen Beitrag zu deren Veränderung leisten. Ziel ist es, den künstlerischen und kulturellen Austausch, Zugang zu Werken und deren Verbreitung zu fördern, Capacity Building zu unterstützen und bewährte Praktiken auszutauschen.

Die Ausschreibung 2026 läuft bis 5. Mai 2026: kleine Kategorie, mittlere Kategorie.

 

Die ersten Fragen zu Europäischen Kooperationsprojekten

WAS? Was wird unterstützt?

Gefördert werden grenzüberschreitende künstlerische und kulturelle Projekte, an denen europäische Partner beteiligt sind. Ziel ist es, den künstlerischen und kulturellen Austausch, Zugang zu Werken und deren Verbreitung zu fördern sowie Capacity Building zu unterstützen. Jedes Projekt soll einen europäischen Mehrwert besitzen, d.h. es muss sinnvollerweise mit europäischen Partnerorganisationen umsetzbar sein, wobei jeder der Projektpartner eine Rolle im Projekt spielt.

Gefördert wird kulturelles Programm, Förderbar sind Personal- und Reisekosten sowie Kosten in Verbindung mit Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit. Investitionen im Kulturbereich sind nicht förderbar.

 

Objectives – die Projektziele:

Gefördert werden Projektideen, die zu einem der beiden Zielen  des Förderbereichs beitragen:

  • Transnationale Kreation und Verbreitung sind wichtig für die Förderung von Kooperationen, die Ausweitung ihrer Reichweite. Gemeinsame Aktivitäten und der Austausch von Best Practice sind in vielen Fällen notwendig für die Lebensfähigkeit und Entwicklung von Kulturorganisationen, Institutionen und Einzelpersonen. Koproduktionen sind ein Instrument, um Kreativität anzuregen, Ressourcen zu teilen und die transnationale Verbreitung von Inhalten und die Mobilität von Künstlern zu erleichtern.
  • Innovation. Projekte, die diesem Ziel entsprechen, sollten darauf abzielen, das Capacity Building der europäischen Kultur- und Kreativesektoren zu stärken, mit dem Ziel, Innovationen voranzutreiben, Wohlstand zu schaffen und Arbeitsplätze und Wachstum zu generieren. Projekte, die diesem Ziel entsprechen, sollten auf den Aufbau von Kapazitäten ausgerichtet sein, die technologischer und/oder künstlerischer Natur sein können und die Entwicklung und Erprobung neuer Praktiken und Modelle sowie den Transfer und die Verbreitung innovativer Praktiken umfassen können. Innovationsbereiche können eine soziale oder gesellschaftliche Dimension umfassen.

 

Overarching Priorities:

Darüber hinaus müssen alle Projekte zu folgenden Querschnittsthemen (overarching priorities) beitragen:

  • Ökologische Nachhaltigkeit
  • Inklusion und Gleichstellung der Gechlechter
  • Digitaler Wandel
  • Internationale Beziehungen
WIE VIEL? Wie viele Partnerorganisationen werden benötigt und wie hoch ist der EU-Zuschuss?

Für die Kooperationsprojekte sind drei Kategorien vorgesehen, die eine unterschiedliche Anzahl von Projektpartnern involvieren. Der Koordinator (Antragsteller/ Projektträger) und alle Partner leisten Beiträge zur Konzeption, Umsetzung und zur Finanzierung.

 

Kleine Kooperationsprojekte

- mind. 3 Partner (1 Koordinator und 2 Partner)

- EU-Zuschuss max. 200.000 Euro

- EU-Förderquote max. 80%

Mittlere Kooperationsprojekte

- mind. 5 Partner (1 Koordinator und 4 Partner)

- EU-Zuschuss max. 1 Million Euro

- EU-Förderquote max. 70%

Große Kooperationsprojekte

- mind. 10 Partner (1 Koordinator und 9 Partner)

- EU-Zuschuss max. 2 Millionen Euro

- EU-Förderquote max. 60%

 

Ein Projekt kann maximal 48 Monate dauern.

WER? Wer kann ein Projekt einreichen?

Anträge können von Organisationen gestellt werden, die im Kulturbereich tätig sind und die

  • als private oder öffentliche Rechtssubjekte organisiert sind (z. B. Vereine, GmbHs, Universitäten etc.)
  • seit mindestens zwei Jahren bestehen (dies gilt nur für antragstellende Organisation).
  • in einem am Programm teilnahmeberechtigten Land (Die Länder, die an Creative Europe teilnehmen) ihren Sitz haben: 27 EU-Länder + Non-EU Participating Countries in the Creative Europe Programme)

Eine Organisation kann in max. 3 Anträge involviert sein, ob als Koordinator oder als Partner.

Einzelpersonen können keinen Antrag stellen. Eine Alternative für Projekte von Einzelpersonen ist das Programm Culture Moves Europe.

WANN? Wann kann man beantragen?

Nächster Ausschreibungszeitraum: 5. März 2026 – 5. Mai 2026

Einmal im Jahr wird eine Ausschreibung für Europäische Kooperationsprojekte veröffentlicht. Es können Anträge für kleine und große Kooperationsprojekte gestellt werden. Anträge für große Kooperationsprojekte werden biennal ausgeschrieben, sie können hingegen nur alle zwei Jahre eingereicht werden, wobei dies das nächste Mal im Jahr 2027 möglich sein wird.

WIE? Wie werden die Anträge eingereicht?

Die Anträge sind mittels eForm über das Funding and Tenders Opportunities Portal (FTOP) einzureichen. Die elektronischen Anträge müssen am Tag der Einreichfrist bis 17:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit (CET) übermittelt werden.

Das digitale Antragsverfahren ist ab der Veröffentlichung der Ausschreibung (Call Document) bis zur jeweiligen Einreichungsfrist zugänglich.

  1. Registrierung im FTOP

Zunächst ist eine Registrierung im FTOP notwendig, um einen PIC-Code zu erhalten. Mit diesem können Sie ein Formular generieren. Hier erfahren Sie, wie dies funktioniert:

Tutorial: Registrierung im Funding & Tender Opportunities Portal der EU (FTOP)

 

  1. Europäische Kooperationsprojekte planen

Zur Vorbereitung Ihres Creative Europe-Antrags erhalten Sie im Webinar vom 28.01.2026 nützliche Tipps. Die Veranstaltung informierte über Projektphasen und Managementmethoden. Eine gute Struktur spielt sowohl für den Antrag als auch für die Projektumsetzung eine große Rolle. Um die Planung und die Herangehensweise an die Antragstellung auch aus der Praxis heraus zu beleuchten, teilten erfahrene Projektträger:innen ihre Erfahrungen und Kenntnisse zu spezifischen Herausforderungen und gaben Praxis-Tipps zur Projektplanung und Antragstellung.

Aufzeichnung Webinar Europäische Kooperationsprojekte denken und planen (28.01.2026)

 

  1. Europäische Kooperationsprojekte beantragen

Aufzeichnung Webinar „Europäische Kooperationsprojekte beantragen“

 

Ergänzend zu diesem Webinar erfahren Sie im folgenden Tutorial, wie Sie Part A und C des Antragsformulars ausfüllen.

Tutorial: Antragstellung für Europäische Kooperationsprojekte starten, Part A und C ausfüllen

Eine weitere Hilfestellung bietet unserer kommentiertes Antragsformular (Beispiel Europäische Kooperationsprojekte), das Sie durch das Antragsformular führt:

Application_Form_PartB_kommentiert_Koop26.pdf

 

Zur Erstinformation empfehlen wir Ihnen, die Aufzeichnung unserer Info Session „Kulturprojekte europäisch denken“ anzusehen. Sie erhalten Basisinformationen zu Europäischen Kooperationsprojekten und erfolgreiche Creative Europe-Projektträger:innen teilen ihre Erfahrungen: Link

Um mehr Informationen zur Vorbereitung des Antrags zu erhalten, sehen Sie sich das Webinar „Kooperationsprojekte beantragen” an: Link

Als Hilfestellung zur Vorbereitung des Antrags steht ein kommentiertes Antragsformular zur Verfügung: Link

Wir begleiten Sie in wöchentlichen Q&A Sessions an Donnerstagen um 14 Uhr: Link

Nützen Sie auch die Möglichkeit von Antragschecks: schreiben Sie uns.

Voraussetzung für die Antragstellung ist die Registrierung Ihrer Organisation im Funding and Tenders Portal mit einer "PIC - Nummer". Mit dieser kreieren Sie das Antragsformular. Eine Hilfestellung dafür gibt das Webinar "The Funding & Tenders Portal for beginners", bitte entnehmen Sie dieses sowie auch das Manual für das FTOP der Website der EACEA.